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RADON: Aktuelle Info

Viele Menschen verbinden Gefahren durch Radioaktivität in erster Linie mit Atombomben, Kernkraftwerken oder Atomwaffentests. Aber es gibt allerdings auch das natürliche radioaktive Gas Radon, das aus dem Untergrund in Gebäude und Wohnhäuser eindringt und erhebliche Gesundheitsrisiken mit sich bringen kann. Eine verbindliche Gesetzeslage mit einheitlichen Richtwerten zum Schutz gegen Radon existierte bislang nicht. Durch eine Gesetzesinitiative der EU-Kommission zum Schutz der Bevölkerung innerhalb der EU gegen natürliche Radioaktivität und hieraus folgend durch das neue Strahlenschutzgesetz gewinnt das Radon-Thema jetzt auch in Deutschland eine Verbindlichkeit. Die Radon-Gesetzgebung verunsichert aber zurzeit viele Bauherren und Hauseigentümer. Auslöser dieser Verunsicherung ist die aktuelle Debatte um das neue deutsche Strahlenschutzgesetz (StrlSchG), das aus der EU-Gesetzgebung folgte.

Metapher - Vor Baubeginn Radoncheck machen

Radon-Unterbodenabsaugung

Quelle: fotolia

INFOBOX:

Radon ist ein radioaktives Bodengas, das aus dem Zerfall des Erdrindenmetalls Radium entsteht. Im Erdreich kommt Radon in größeren Konzentrationen vor. Die aufsteigende Bodenluft kann in Gebäuden hohe Radon-Aktivitätskonzentrationen verursachen. Die radioaktiven Zerfallsprodukte des Radons in der Atemluft werden vom Menschen eingeatmet, was zu einer Bestrahlung des empfindlichen menschlichen Lungengewebes führt. Und letztlich kann Lungenkrebs ausgelöst werden. Neben dem Aktiv-Rauchen ist Radon die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

Das Gesetz nennt nun zu beachtende Referenzwerte für die Belastung mit Radon: Als gesundheitlich unbedenklich nach WHO gilt der Bereich unter 100 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m3) im Jahresmittel. Das neue Strahlenschutzgesetz tritt am 31. Dezember 2018 in Kraft. Zum ersten Mal sind jetzt verbindliche Regelungen zum Schutz von Menschen in allen Wohn- und Aufenthaltsräumen sowie an Arbeitsplätzen gegen das radioaktive Edelgas Radon enthalten. U.a. enthält es auch Auflagen für Bauherrn von Neubauten. Das radioaktive Edelgas Radon darf in neuen Wohn- und Aufenthaltsräumen den Referenzwert von 200 Bq/m3 nicht mehr überschreiten. Essentielle bauliche Maßnahmen bereits im Planungsstadium helfen, diesen Wert einzuhalten, der aber kein Grenzwert ist. „Richtwert“ bedeutet hier bei seiner Überschreitung „Nachbesserung“ oder „Einleiten von Gegenmaßnahmen“. In Bestandsbauten (Altbauten) liegt der Referenzwert wegen der höheren Komplexität der Zielerreichung (=Verringerung der Radon-Aktivitätskonzentration) bei 300 Bq/m3.